Die potenziellen Gefahren von Zentralbank-Digitalwährungen: Ein genauerer Blick

Die potenziellen Gefahren von Zentralbank-Digitalwährungen: Ein genauerer Blick


Mehrere Länder in Europa, darunter Schweden, Frankreich und Deutschland, erkunden die Möglichkeit, ihre eigenen zentralen Bankwährungen (CBDCs) einzuführen. Im Februar 2021 startete die Europäische Zentralbank (EZB) eine zweijährige Untersuchung zur Machbarkeit eines digitalen Euro. Es wurden jedoch Bedenken hinsichtlich der potenziellen Auswirkungen eines digitalen Euros auf das kommerzielle Banksystem und die Privatsphäre der Nutzer geäußert.

Auch die Bank von England prüft die Möglichkeit, eine digitale Version des Pfunds einzuführen. Die Bank hat eine Task Force gebildet, um die Vorteile und Risiken eines CBDC zu ermitteln, und wird voraussichtlich später im Jahr 2021 ein Diskussionspapier zu diesem Thema veröffentlichen. Darüber hinaus hat die britische Regierung kürzlich einen neuen Plan zur Regulierung von Stablecoins angekündigt, die digitale Währungen sind, die an Fiat-Währungen oder andere Vermögenswerte gebunden sind. Der Plan zielt darauf ab, Risiken im Zusammenhang mit Stablecoins wie Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung zu verringern.

Aktuelle Entwicklungen deuten darauf hin, dass CBDCs zu einem immer wichtigeren Bestandteil des globalen Finanzsystems werden. Es ist jedoch wichtig, die potenziellen Risiken und Vorteile von CBDCs sorgfältig abzuwägen und sicherzustellen, dass sie auf eine Weise implementiert werden, die ihre potenziellen Vorteile maximiert und ihre potenziellen Schäden minimiert.

Eine potenzielle Gefahr im Zusammenhang mit CBDCs ist der mögliche Verlust der Privatsphäre. Da CBDCs es Zentralbanken ermöglichen würden, jede Transaktion mit der Währung zu verfolgen, besteht die Möglichkeit schwerwiegender Auswirkungen auf die Privatsphäre und persönliche Autonomie. Regierungen könnten diese Informationen nutzen, um das Ausgabenverhalten der Bürger zu überwachen und zu kontrollieren, wodurch ihre Fähigkeit eingeschränkt wird, als „ungesund“ oder „unnötig“ erachtete Einkäufe zu tätigen. Diese Bedenken wurden von Datenschutzaktivisten und einigen Mitgliedern der Öffentlichkeit geäußert.

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Eine weitere potenzielle Gefahr im Zusammenhang mit CBDCs besteht in der Möglichkeit von erhöhter Überwachung und Kontrolle. Da CBDCs vollständig digital wären, hätten Regierungen und Zentralbanken die Möglichkeit, Guthaben nach Belieben einzufrieren oder zu beschlagnahmen. Dies könnte genutzt werden, um gegen Opposition vorzugehen oder Individuen für Verhaltensweisen zu bestrafen, die von den Machthabern als inakzeptabel erachtet werden. Darüber hinaus könnten CBDCs aufgrund ihrer vollständig digitalen Natur Cyberangriffen ausgesetzt sein, was zum Verlust von Guthaben oder anderen sensiblen Informationen führen könnte.

Trotz dieser potenziellen Risiken könnten CBDCs auch erhebliche Vorteile bieten, wie z.B. eine verstärkte finanzielle Integration, schnellere und sicherere Transaktionen sowie geringere Transaktionskosten. Daher müssen politische Entscheidungsträger die potenziellen Risiken und Vorteile von CBDCs sorgfältig abwägen und sicherstellen, dass sie auf eine Weise implementiert werden, die ihre potenziellen Vorteile maximiert und ihre potenziellen Schäden minimiert.

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